Ein Druckverband ist ein häufig verwendeter Verband in der Ersten Hilfe und im Arbeitsschutz, er dient der Behandlung unterschiedlicher Arten von Verletzungen. In diesem Artikel erklären wir, was ein Druckverband ist, welchen Zweck er hat, wie man einen Druckverband anlegt und wie lange er angelegt bleiben sollte.
Was ist ein Druckverband?
Ein Druckverband ist ein Verband, der dazu dient, Druck auf eine Wunde oder Verletzung (Prellungen, Verstauchungen und Zerrungen) auszuüben. Dieser Verband besteht meist aus mehreren Lagen, unter anderem aus Watte und einer elastischen Binde. Diese üben Druck auf die Wunde, Prellung oder Verstauchung aus. Die Materialkombination sorgt dafür, dass ein Druckverband Blutungen wirksam stillen und bei Verstauchungen, Zerrungen oder Prellungen stützen kann. Wenn Druckverbände auf blutende Wunden aufgebracht werden, sprechen wir von Wunddruckverbänden.
Welchen Zweck hat ein Druckverband?
Der Zweck eines Druckverbandes ist je nach Situation unterschiedlich. Die verschiedenen Situationen, in denen ein Druckverband als Hilfsmittel dient, sind:
Blutungen: Ein Druckverband kann helfen, starke Blutungen zu stoppen, indem er Druck auf die Wunde ausübt, die Blutung verringert und die Wundheilung beschleunigt.
Verstauchungen und Zerrungen: Bei einer Verstauchung oder Zerrung hilft ein Kompressionsverband, die Schwellung zu reduzieren und die Stelle der Verstauchung oder Zerrung zu stabilisieren. Dies verhindert weitere Schäden und lindert Schmerzen.
Prellungen: Auch bei Prellungen kann ein Druckverband eingesetzt werden, um durch gleichmäßigen Druck auf die geprellte Stelle Schmerzen und Schwellungen zu lindern.
Was benötigen Sie zum Anlegen eines Druckverbandes?
Zum Anlegen eines Druckverbandes benötigen Sie folgende Materialien:
• Verbandschere
• Watte
• Elastische hydrophile Binde
• Heftpflaster
Druckverband anlegen, so geht’s!
Das korrekte Anlegen eines Druckverbandes ist entscheidend für seine Wirksamkeit. Um einen Druckverband anzulegen, gehen Sie wie folgt vor:
Vorbereitung: Achten Sie auf saubere Hände, und legen Sie alle notwendigen Materialien wie Verbandschere, Watte, elastische Binde und Heftpflaster bereit.
Anwendung der Wattepads: Platzieren Sie die Wattepads auf und um die Wunde oder verletzte Stelle. Dadurch wird der Druck auf die Wunde, Prellung, Verstauchung oder Zerrung gleichmäßig verteilt.
Anlegen der elastischen hydrophilen Binde: Wickeln Sie die elastische Binde über die Watte. Dieser Verband sollte fest genug sein, um Druck auszuüben, aber nicht so fest, dass er die Durchblutung einschränkt. Wickeln Sie den Verband in überlappenden Lagen, beginnend im Bereich, der dem Herzen am nächsten ist, und arbeiten Sie sich nach unten vor.
Druckkontrolle: Achten Sie auf den richtigen Sitz des Druckverbandes und darauf, dass keine Durchblutungsstörungen, wie beispielsweise Verfärbungen oder Kribbeln in den Gliedmaßen, vorliegen. Passen Sie bei Bedarf die Spannung des Verbandes an.
Wie lange sollte ein Druckverband angelegt bleiben?
Druckverbände sollten in der Regel nicht länger als 24 bis 48 Stunden belassen werden. Es ist wichtig, den Verband regelmäßig auf Anzeichen einer Durchblutungsstörung oder zunehmenden Schmerzen zu überprüfen. Im Zweifelsfall ist es immer ratsam, ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Bei schweren Verletzungen sofort einen Arzt kontaktieren oder die Notrufnummer anrufen.
Haftungsausschluss:
Der Text wurde von einem Erste-Hilfe-Spezialisten von ESE International geprüft. Die Informationen in diesem Artikel dienen nur zu Informationszwecken. Behandlungen sollten immer von einem ausgebildeten Ersthelfer oder einer Fachkraft durchgeführt werden. Rufen Sie bei schweren Verletzungen sofort die Notrufnummer an oder suchen Sie einen Arzt auf.